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10.07.2014
Länder- und Branchenbewertungen

Zahlungsverzüge in Asien-Pazifik stabilisiert – neue Sorgen wegen verlangsamten Wachstums in China

Zahlungsverzüge in Asien-Pazifik stabilisiert –
Weniger Unternehmen von langen Zahlungsverzügen betroffen

Insgesamt gaben 68 % der befragten Unternehmen an, dass sie 2013 Zahlungsverzüge verzeichnet haben (2012: 67 %). Bei 14 % davon betrugen die Verzögerungen sogar mehr als 90 Tage (2012: 13 %). Nach Erfahrung von Coface weisen Unternehmen, deren langfristige Außenstände (mindestens 180 Tage) mehr als 2 % des Umsatzes entsprechen, ein hohes Liquiditätsrisiko auf. 2013 betraf dies 30 % der Unternehmen. Das ist ein Rückgang von 7 % verglichen mit dem Vorjahr und deutet auf ein stabileres Zahlungsverhalten in Asien hin. Australien und China bilden jedoch die Ausnahmen: Mit 85 % berichteten in Australien mehr Unternehmen von Überfälligkeiten als noch 2012. Die Zahlungsverzüge dauerten auch länger: 8 % der Unternehmen warteten 120 Tage und mehr auf die Bezahlung ihrer Forderungen. In China verzeichneten 2013 82 % der befragten Unternehmen Zahlungsverzüge. Das verschlechterte Zahlungsverhalten, besonders im Elektroniksektor, bleibt eine Hauptsorge und wird die Stimmung in der Wirtschaft wohl auch weiter beeinträchtigen.

 

Ausblick 2014: Langsames Wachstum in China belastet gesamte Region

Von außen betrachtet zeigt sich das Wachstum Asiens auch nach der Krise stark. Coface erwartet für 2014 ein Plus von 6,1 %. Im letzten Jahrzehnt profitierte die Region vor allem vom starken Aufschwung der beiden größten Schwellenmärkte China und Indien. Die aktuellen Wachstumserwartungen für diese beiden Volkswirtschaften liegen jedoch deutlich hinter der bisherigen Entwicklung. China verzeichnete von 2000 bis 2011 im Durchschnitt einen jährlichen Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 10,6 % und Indien von 7,8 %.

 

Die exportorientierten Volkswirtschaften Asiens – wie Hongkong, Taiwan und Singapur – werden vom Aufschwung in den Industrieländern, vor allem in USA und in Europa, profitieren. (2014: 1,9 %, 2013: 1,2 %). Allerdings wird sich das verlangsamte Wachstum in China – erwartet werden 7,2 % in diesem Jahr – negativ auf die meisten asiatischen Länder auswirken.

 

Lesen Sie die detaillierten Studienergebnisse für China, Australien, Indien, Japan, Singapur und Taiwan sowie Informationen zur Datenerhebung dieser Studie hier.

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Susanne KRÖNES

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