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16.12.2013
Länder- und Branchenbewertungen

Unternehmensinsolvenzen in Frankreich: 2014 keine Besserung zu erwarten

Company Insolvencies

Nach Anstieg bei größeren Unternehmen sind jetzt KMUs am stärksten betroffen

In Frankreich bleibt die Zahl der Unternehmen mit Problemen auf hohem Niveau. Von November 2012 bis Oktober 2013 verzeichnete Coface 62.431 Unternehmensinsolvenzen. Das ist ein Anstieg um +4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Kleine und mittlere Unternehmen (+8 Prozent) leiden unter dem aktuellen Wirtschaftsklima wieder stärker als größere (-29 Prozent). Bezogen auf die Größe der Unternehmen normalisiert sich die Situation in Frankreich, da die Insolvenzen zwar mehr, jedoch weniger „teuer“ sind. Die finanziellen Ausfälle durch Insolvenzen reduzierten sich in der Summe um -7,4 Prozent. Die Arbeitsplatzverluste durch Insolvenzen gingen um -3,3 Prozent zurück und stabilisieren sich nun bei unter 200.000.

Insolvenzen nach Branchen unterschiedlich

Anzahl und Kosten der Unternehmensinsolvenzen entwickeln sich nach Branchen unterschiedlich. Dabei gibt es zwei Grundtendenzen:

Wenig überraschend sind die Sektoren Bau, Handel und Textil/Bekleidung weiter hochriskant. Auf diese drei Branchen entfällt zusammen fast die Hälfte aller Insolvenzen. Im Anstieg der Insolvenzen und der daraus resultierenden Kosten in den Branchen Textil/Bekleidung und Handel schlägt sich die anhaltend schwache Nachfrage der privaten Haushalte nieder.

Dagegen verzeichnen einige Branchen trotz des schwachen Konjunkturklimas Verbesserungen. So sprechen die Coface-Insolvenzindikatoren für eine deutliche Erholung der Branchen Chemie sowie Papier und Holz. Die Insolvenzkosten gingen im Chemiesektor binnen eines Jahres um -76,6 Prozent zurück. So gab es seit Petroplus keine größere Insolvenz mehr im Raffineriesektor.

2013: Insolvenzrekord

Coface erwartet 2013 ein Rekordjahr der Unternehmensinsolvenzen in Frankreich. Nach den 60.500 im Gesamtjahr 2012 dürften in diesem Jahr rund 62.400 Insolvenzen eintreten, wobei sich das dritte Quartal ähnlich schlecht wie 2009 zeigte. Auch 2014 wird ein schwieriges Jahr ohne spürbare Verbesserung. Coface sieht das BIP-Wachstum in Frankreich bei nur etwa +0,6 Prozent nach +0,1 Prozent 2013. Entsprechend schwach wird der Konsum ausfallen. Weil dies in den Prognosen von Coface ein bedeutender Faktor ist, werden die Insolvenzen wohl auch 2014 erneut bei rund 62.000 liegen.

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