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28.05.2014
News zu Coface

Vierteljährliche Risikobetrachtung der Coface: 14 Branchen in drei wichtigen Weltregionen

Vierteljährliche Risikobetrachtung der Coface: 14 Branchen in drei wichtigen Weltregionen
Westeuropa: Trotz erster Anzeichen einer Stabilisierung ist das Risiko in einigen Sektoren weiter hoch

Während die Rezession in Westeuropa dem Ende nahe scheint, konnten noch keine bedeutenden Verbesserungen der Branchenrisiken bemerkt werden. Im ersten Quartal 2014 blieben die Risiken besonders in der Metall-, Automobil- und Baubranche hoch. Die Metallindustrie, in der Umsätze und Profitabilität weiter zurückgehen, hängt stark von der Automobil- und der Baubranche ab.

 

Trotz steigender Absatzzahlen in den letzten sechs Monaten, beobachtet Coface den Automobilsektor weiter aufmerksam.

Das Bauwesen sieht Coface derzeit mit dem Risiko “hoch”. Die Branche erlebte in Europa einen Rückgang an Aufträgen (-10 Prozent im Vergleich zu Jänner 2013) und bei gleichzeitig sinkenden Preisen. Abgesehen von Deutschland und Dänemark, wo es eine leichte Erholung gibt, leidet die Branche sehr unter dem Rückgang der Bauanträge in Südeuropa, Frankreich und Großbritannien.

 
Nordamerika: günstiger Ausblick

Die nordamerikanische Wirtschaft entwickelt sich weiter gut. Die Unternehmen weisen anhaltend verbesserte Ergebnisse aus. Die Finanzlage stabilisiert sich sukzessive und damit auch die Branchenbewertungen. Die meisten Branchen verzeichnen ein „mittleres Risiko“.

Dies betrifft den Maschinenbau und den Automobilsektor. Der Maschinenbau profitiert von der steigenden Investitionsbereitschaft und kann seine Rentabilität steigern. Automobil ist finanziell solide aufgestellt.

Ebenfalls stabil sind die Risiken in der Textil- und Bekleidungsbranche. Insgesamt werden im laufenden Jahr 6.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und über vier Milliarden Dollar investiert.

 

Asiatische Schwellenländer: Metallindustrie als “sehr hohes” Risiko eingestuft

Anders als in Westeuropa und Nordamerika, wo sich das Risiko allmählich stabilisiert, geben jetzt die asiatischen Schwellenländer Anlass zu Sorge. Die verlangsamte Wirtschaftsdynamik Chinas weist auf strukturelle Schwierigkeiten hin, die die Rentabilität der Unternehmen beeinträchtigen. Besonders Branchen mit Überkapazitäten stehen vor großen Restrukturierungsherausforderungen.

Dies gilt insbesondere für die Metallindustrie, in der die Umstrukturierung der Unternehmen vom permanenten Anstieg der Risiken begleitet wird. Wie eine aktuelle Coface-Studie zeigt, beklagten im vergangenen Jahr 80 Prozent der Unternehmen in China Zahlungsverzögerungen. Dies in einem Land, das fast die Hälfte (49 Prozent) der weltweiten Stahlmenge produziert. Aus diesem Grund hat Coface die Metallindustrie der asiatischen Schwellenländer herabstuft. Sie ist die einzige Branche der Region in der Risikokategorie „sehr hoch“.

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Susanne KRÖNES

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