News & Publikationen
25.06.2015
Länder- und Branchenbewertungen

Coface aktualisiert Länderbewertungen

Coface aktualisiert Länderbewertungen

Abwertung von China Staaten, die unter niedrigem Ölpreis leiden, auf negativer Watchlist

Viele Länder spüren die Folgen der sinkenden Ölpreise mit voller Wucht. Besonders stark betroffen sind die Schwellenländer, für die Coface die Wachstumsprognose auf 4% für 2015 gesenkt hat (von 4,2% im März). Gleichzeitig profitieren die Industrienationen (2% Wachstum 2015 und 2016) von der leichten Erholung der Eurozone (1,5% BIP-Anstieg 2015).
Anhaltende wirtschaftliche Erholung in Eurasien 

Die Tschechische Republik, Portugal und Vietnam wurden im Jänner 2015 auf die positive Watchlist gesetzt. Sie sind weiterhin auf einem guten Weg und die Wirtschaft wird vom privaten Konsum angetrieben.

  • DieTschechische Republikprofitiert von der wirtschaftlichen Erholung in Westeuropa (vor allem vom europäischen Automarkt) und wurde auf A3 aufgewertet.
  • Gestützt auf das zufriedenstellende Zahlungsverhalten, hat CofacePortugalauf A4 höher gestuft und bestätigt damit den positiven Trend der Unternehmen, speziell der exportierenden Firmen.
  • Vietnam– Aufwertung auf B – sieht einen Aufschwung des privaten Konsums durch niedrige Inflation und höheres Vertrauen in die Wirtschaft. Externe Risiken wurden reduziert, die Leistungsbilanz ist positiv und die Währungsreserven steigen.
Kanada, Algerien und Gabun leiden unter den Auswirkungen der niedrigen Ölpreise

Erdöl exportierende Länder kämpfen mit den Folgen ihrer Abhängigkeit von diesem Sektor:

  • Kanadas A1 Länderbewertung wurde auf die negative Watchlist gesetzt. Dies als Folge der Auswirkungen des sinkenden Ölpreises auf Investitionen, des negativen Wachstums im 1. Quartal 2015 und der Risiken, die auf dem Immobiliensektor lasten.
  • Algeriens A4 Bewertung wurde ebenfalls auf die negative Watchlist gesetzt. Der sinkende Ölpreis hat negative Folgen für den Staatshaushalt und die Leistungsbilanz. Wenn die Preise nicht steigen, wird die Wirtschaft weiter stagnieren.
  • Gabuns B Bewertung wurde auch auf die negative Watchlist gesetzt. Die hohe Abhängigkeit des Landes vom Öl führt zu einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums auf 4% (nach durchschnittlich 5,4% in den letzten Jahren).
  • Tansanialeidet unter dem starken Rückgang des Wechselkurses zum US Dollar. Die Abwertung des Schillings bereitet Anlass zur Sorge und die Unternehmen könnten stark darunter leiden. Das Wirtschaftswachstum schwächt sich ab, das Staatsdefizit steigt. Die Länderbewertung von B wird daher von Coface auf die negative Watchlist gesetzt.
  • Die WirtschaftMadagaskarskämpft mit der anhaltenden politischen Instabilität. Die Bewertung C wurde ebenfalls auf die negative Watchlist gesetzt.
Der Verschuldungsgrad der Unternehmen in China gibt Anlass zur Sorge

Auf der negativen Watchlist seit Jänner 2015 wurde Chinan auf A4 abgewertet. Der Verschuldungsgrad steigt an und betrug 2014 207% des BIP – im Vergleich zu 130% 2008. Hauptursache dafür sind die Unternehmen. Dieser Verschuldungsgrad ist beunruhigend und weit höher als in anderen Schwellenländern. Die Liquidität der Unternehmen in schwachen Sektoren könnte darunter leiden. Die Zement-, Chemie- und Stahlbranche, die von Investitionen in die Infrastruktur abhängig sind, sind bereits durch Überkapazitäten geschwächt.

 

Presseveröffentlichung herunterladen : Coface aktualisiert Länderbewertungen (62,45 kB)

Kontakt


Susanne KRÖNES

Pressekontakt
Marxergasse 4c
1030 Wien
AUSTRIA
Tel: +43 (0) 1 515 54 512
Email: susanne.kroenes@coface.com

Oben
  • Deutsch
  • English