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16.10.2014
Länder- und Branchenbewertungen

Coface Quartalsübersicht zu Branchen: Leichte Anzeichen für Verbesserungen bei Risiken in Europa

Coface Quartalsübersicht zu Branchen: Leichte Anzeichen für Verbesserungen bei Risiken in Europa
Westeuropa: Metall und Automobil verlassen Kategorie „sehr hohes Risiko“

Das Nullwachstum im zweiten Quartal 2014 in der Eurozone unterstreicht das Szenario einer außerordentlich langsamen Erholung. Dennoch hält Coface an der Prognose eines BIP-Wachstums 2014 von 0,9 Prozent fest, nach einem Rückgang um 0,4 Prozent im vergangenen Jahr. Diese Entwicklung wird gestützt durch Verbesserungen bei Branchenrisiken, die lange mit „sehr hoch“ bewertet worden waren: für die Metallindustrie und den Automobilsektor sieht Coface jetzt „hohes Risiko“. 

Zehn Monate in Folge mit steigenden Autoverkäufen haben den Zulieferern genützt: Der Markt in Deutschland, Großbritannien und Spanien nahm Fahrt auf. Von der Erholung profitierte auch die Metallindustrie, deren Unternehmen mehr absetzten und deutlich profitabler wurden. Die Branche leidet jedoch weiter unter Überkapazitäten. 

Für die zwölf weiteren Branchen behält Coface in Westeuropa die Bewertungen bei. Sie befinden sich alle in den Risikokategorien „hoch“ oder „mittel“. Anders als in Nordamerika und den aufstrebenden Ländern Asiens hat noch keine Branche wieder die Bewertung „moderat“ erreicht.

 

Nordamerika: Die meisten Branchen mit “mittlerem Risiko”

Ein ausgewogenes Wachstum und der dynamische Konsum sorgen bei nordamerikanischen Unternehmen für einen stabilen Ausblick. Die Mehrzahl der Branchen bleibt bei Coface in der Risikokategorie „mittel“. 

Positiv sind die Erwartungen für die Automobilindustrie, deren Finanzlage weiter stabil ist. Auch der Fahrzeugabsatz hat mit plus 4,6 Prozent Ende Juli im Jahresvergleich weiter zugelegt. Die Profitabilität des Chemie-Sektors war Ende Juni 2014 um fast zwölf Prozent höher als im Vorjahr. Gründe dafür waren billigere Energie und Rohstoffe.

 

Aufstrebende Länder Asiens: Holz-Papier und Bau um eine Stufe abgewertet

Anders als in Westeuropa und Nordamerika, wo sich die Risiken tendenziell stabilisieren, verläuft die Entwicklung in den aufstrebenden Ländern Asiens. Die anhaltenden Überkapazitäten vergrößern die Lagerbestände und die steigenden Unternehmensverbindlichkeiten.

Die Metallindustrie, die fallende Stahlpreise verzeichnet, ist die einzige Branche in Asien, die Coface seit letztem April in „sehr hohes Risiko“ einstuft.

Die Verschlechterung der Risiken in der Baubranche und im Sektor Holz-Papier hält an. Der Bau, geschwächt durch weniger Aufträge, verschärfte Kreditkonditionen und erste „Geisterstädte“ in China, bewegt sich von „mittleren“ ins „hohe“ Risiko. Die steigenden Insolvenzzahlen bei KMU in der Papierindustrie in Verbindung mit Überkapazitäten veranlassen Coface dazu, die Bewertung der Branche Holz-Papier in „mittel“ herabzustufen.

Presseveröffentlichung herunterladen : Coface Quartalsübersicht zu Branchen: Leichte Anzeichen für Verbesse... (57,41 kB)

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Susanne KRÖNES

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