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31.03.2017
Länder- und Branchenbewertungen

China´s Unternehmen unter Druck

Chinas Unternehmen unter Druck

Die mögliche Abwertung des Renminbi (RMB) in Verbindung mit Maßnahmen zur Lenkung des Kapitalflusses beunruhigen China seit längerem.

Die kürzlich angekündigte neue geldpolitische Positionierung ist ein weiterer zu beachtender Blickpunkt. Der Nationale Volkskongress hat gerade bekräftigt, dass China ein eine „besonnene und neutrale“ Geldpolitik betreiben wollen.

Die People's Bank of China (PBoC) verhält sich derzeit abwartend mit Blick auf die Zinsdifferenzen zwischen den USA und China und beobachtet die Politik der US-Notenbank im Zusammenhang mit der Steuer- und Handelspolitik der neuen US-Regierung sowie deren angekündigten Investitionen in die Infrastruktur.
Ungeachtet der Auswirkungen der amerikanischen Finanz-und Wirtschaftspolitik wird erwartet, dass die chinesische Notenbank schrittweise die Geldpolitik anziehen und den Zinskorridor im Laufe dieses Jahres um 20 bis 30 Basispunkte anheben wird. Ziel ist es, Finanzrisiken zu begrenzen und Anlageblasen zu verhindern. Dies bedeutet höhere Kreditkosten für chinesische Unternehmen, womöglich den Start eines schon lange erwarteten Abbaus der Unternehmensschulden und größere Ausfallrisiken, besonders bei Unternehmen mit schwacher Finanzausstattung.
Der Renminbi wird voraussichtlich seine Abwärtstendenz, wenn auch etwas verlangsamt, fortsetzen und Ende des Jahres um 3 bis 5 Prozent niedriger notieren. Daher dürften auch Kapitalabflüsse aus China anhalten Die PBoC nimmt das in Kauf und toleriert offensichtlich die Volatilität des Wechselkurses von RMB-zum US-Dollar um durch den etwas schwächeren Renminbi die Exporte weiter zu fördern. Auf der anderen Seite belastet der Wechselkurs importierende Unternehmen durch steigende Kosten. Dies betrifft besonders Unternehmen, die Rohwaren oder Vorprodukte zur eigenen Produktion einführen.
So bewegen sich die chinesischen Unternehmen dieses Jahr in einem schwierigen Umfeld. Zu den höheren Finanzierungs- und Importkosten kommt der harte Wettbewerb hinzu, der durch die Öffnung weiterer Branchen für ausländische Unternehmen zusätzlich angetrieben wird. Die Profitabilität könnte darunter leiden, wenngleich die wieder anziehende Auslandsnachfrage dem partiell entgegen wirken könnte. Es sei denn, protektionistische Maßnahmen anderer Länder bremsen die Entwicklung aus.

 

 

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