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27.04.2016
News zu Coface

14. Coface Country Risk Conference: Low Growth - High Motion

Coface Country Risk Conference: Low Growth - High Motion

 

Zum 14. Mal fand gestern die Country Risk Conference des internationalen Kreditversicherers Coface in den Räumlichkeiten des Palais Niederösterreich statt. Die Konferenz widmete sich dem Thema „Low Growth – High Motion“ und stand im Zeichen des Erfolgspotentials bei weltweit niedrigem Wirtschaftswachstum. Experten aus der Wirtschaft beantworteten die zentralen Fragen, mit welchen Strategien sich Unternehmen in Zeiten von schwierigen Wirtschaftsbedingungen erfolgreich positionieren können. Im Fokus standen dabei Innovationen, ein neues Verständnis von Wertschöpfung sowie der Mut, neue Ideen umzusetzen. Über 300 Unternehmer, Opinion Leader und Bankenvertreter folgten den Vorträgen der hochkarätigen Experten.

 

Auch dieses Jahr bestach die Coface Country Risk Conference wieder durch ein hochaktuelles Thema und die Expertise der Vortragenden. Neben dem Keynote-Speaker und Wirtschaftsexperten André Reichel, Professor für Critical Management und Sustainable Development an der Karlshochschule International University in Karlsruhe waren auch Patrice Luscan, Marketing & Strategy Director Coface Group, Peter Schwab, Vorstandsmitglied und Leiter der Metal Forming Division der voestalpine AG, Start-up Gründer Ali Mahlodji und Mario Jung, Senior Regional Economist Coface Northern Europe, am Podium.

Die bereits zum 14. Mal stattfindende Konferenz stand unter der Schirmherrschaft von Bundesminister Reinhold Mitterlehner und dem französischen Botschafter Pascal Teixeira da Silva. Moderiert wurde in bewährter Manier von ORF-Anchorman Armin Wolf. Katarzyna Kompowska, Region Manager Coface Central & Eastern Europe eröffnete die 14. Country Risk Conference in Wien. In ihrer Eröffnungsrede ging Sie auf zwei wesentliche Entwicklungen im Unternehmen ein. Erstens die Übernahme der Regionsverantwortung für Russland durch Coface Central & Eastern Europe, wodurch „sich unsere Erfahrung und Kompetenz in CEE noch weiter verstärkt“, fügte Kompowska hinzu. Zweitens stellte sie Michael Tawrowsky als neuen Country Manager von Coface in Österreich vor.

Mario Jung, Senior Regional Economist Coface Northern Europe, präsentierte zum thematischen Einstieg einen Überblick über die weltweiten Länderrisiken und deren Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft. Derzeit stünden vor allem Risikofelder im Fokus, wie die Schwäche der Emerging Markets, die niedrigen Rohstoffpreise und militärische und politische Konflikte. Nicht zu vergessen sei zudem, dass das Wachstum der Weltwirtschaft trotz der Unterstützung der großen Notenbanken nicht so recht Fahrt aufnimmt. „Dies schwächt vor allem die weltweite Investitionsbereitschaft der Unternehmen, als ein wichtiger Schlüssel für eine dynamischere Gangart der Weltkonjunktur“, führte Jung weiter aus. Für dieses Jahr bleiben daher die Wachstumsaussichten weltweit verhalten.

Adapt or die – Wie funktioniert die Wirtschaft in Zeiten von Low Growth?

Die Prognose des weiterhin flachen Anstiegs des Wirtschaftswachstums war die treffende Einleitung für André Reichel, Professor für Critical Management und Sustainable Development an der Karlshochschule International University in Karlsruhe. Auch er sieht eine heraufziehende Postwachstumsökonomie, die sich durch die sinkenden Wachstumsraten, säkulare Stagnation und ökologische Wachstumsgrenzen andeuten lasse. Er betonte, dass dies für Unternehmen nicht zwangsweise den Stillstand bedeute, wohl aber neue Formen des Wirtschaftens erfordere, die mit selektiven Wachstums- und Schrumpfungsprozessen zurechtkommen müsse. „Wir erleben einen jener seltenen Übergänge in der Geschichte von einer Art zu Wirtschaften in eine ganz andere. Diese nächste Wirtschaft hat als Rahmen harte ökonomische und ökologische Wachstumsgrenzen und als Kern eine intensivierte Vernetzung von wertschöpfenden Aktivitäten über sektorale Grenzen hinweg: die Verbindung von Wettbewerb und Kooperation jenseits von einseitiger Wachstums- und Profitorientierung hin zu einem mehrwertigen Verständnis von Wertschöpfung“, so Reichel. Er geht davon aus, dass sich immer noch gute Gewinne realisieren lassen, nicht aber mehr nur ökonomisch, sondern auch sozial und ökologisch nachhaltig.

Wie internationale Unternehmen auch in Zeiten von niedrigem Wachstum erfolgreich und wettbewerbsfähig bleiben, zeigte Patrice Luscan, Marketing & Strategy Director der Coface Gruppe, in seinem Vortrag „How innovation can change our industry“. Anschaulich stellte der Marketingprofi dar, was heute für den Erfolg eines Unternehmens ausschlaggebend ist und beschrieb dabei die Innovationstreiber, die neben der wandelnden Wirtschaft vor allem durch die Digitalisierung geprägt sind.

Vorne ist immer Platz

Als österreichisches Paradebeispiel eines innovativen Unternehmens präsentierte Peter Schwab voestalpine-Vorstand zu Beginn des zweiten Teils der Konferenz seinen Erfahrungsschatz zum Thema Innovation. „Gerade bei schwierigen Wirtschaftsbedingungen ist Innovation eine wesentliche Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit“, betonte Schwab und erklärte weiter wie Unternehmen es schaffen können, kreativ und umsetzungsstark zu werden. In humorvoller Weise erzählte Schwab in seinem Vortrag die ‚ungeschminkte Wahrheit‘ über Innovation und die richtige Herangehensweise an die damit verbundenen Herausforderungen. „Echte Innovationsprojekte sind wie ein schwieriger, unvorhersehbarer Hindernislauf. Man muss diese Tatsache als solche akzeptieren und sich und seine Mitarbeiter auch entsprechend klar darauf vorbereiten“, so Schwab.

Als Pendant zum etablierten internationalen Konzern gab der aufstrebende österreichische  Start-up Gründer Ali Mahlodji interessante Impulse, wie Marktchancen erkannt werden und wo das Potenzial der Zukunft liegt. In einem Vortrag schilderte der, seines Zeichens Storyteller, seinen Lebensweg vom Flüchtlingskind zum erfolgreichen Unternehmer. Mit Whatchado wurde er nur zwei Jahre nach Unternehmensstart mit dem Staatspreis für Multimedia ausgezeichnet. Dabei gewährte Mahlodji einen lebendigen Einblick in seinen turbulenten Weg bis zum Erfolg. „Was die Welt heute braucht, sind Menschen, die sich trauen Wege zu gehen, die vor ihnen noch kein Mensch gegangen ist, um zu entdecken, was zuvor niemand gesehen hat.“, regte Ali Mahlodji zum Nachdenken an.

Zum Abschluss der Konferenzreihe führten die Referenten eine spannende Diskussion über Strategien und Handlungsansätze aus den verschiedenen Perspektiven.

Das an das Konferenzprogramm anschließende „Coface Get-together“ bot den über 300 Gästen die Möglichkeit zum persönlichen Meinungsaustausch und Networking. Die nunmehr seit 14 Jahren bestehende Veranstaltung zählt mittlerweile – nicht zuletzt aufgrund der hohen Dichte an Entscheidungsträgern – zu den Fixpunkten im Kalender der heimischen Wirtschaft. „Unser Ziel ist es, mit einem hochkarätig besetzen Podium die richtigen Impulse für die unternehmerische Zukunft setzen zu können. Bei meiner ersten Country Risk Conference ist es uns gelungen, mit einem aktuellen Wirtschaftsthema die mittlerweile sehr hohen Erwartungen unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu erfüllen“, so Michael Tawrowsky, Country Manager von Coface Austria, stolz über den Verlauf der diesjährigen Konferenz.

 

 

Eine Fotogalerie der Konferenz finden Sie auf unserer Eventseite unter:

http://events.coface.at

Presseveröffentlichung herunterladen : 14. Coface Country Risk Conference: Low Growth - High Motion (294,68 kB)

Kontakt


Verena SCHWARZ

Communications Manager
Marxergasse 4c
1030 Wien
AUSTRIA
Tel: +43 (0) 1 515 54 540
Email: verena.schwarz@coface.com

Siehe auch


Mehr Information finden Sie unter events.coface.at

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